Digital gesehen werden: hier, jetzt und überall ist eine web-basierte Visualisierung von analogen künstlerischen Arbeiten, welche im Zuge einer Forschungsarbeit über Bewegung und Tanz entstanden (Shared Habitats The MoverWitness Paradigm 2007) und jüngst in neuen Werken und Publikationen weiterentwickelt wird. 

Bewegung, Tanz und Beobachtung sind die Ausgangspunkte für die dargestellten Positionen in Skulpturen, Objekten und Installationen. Die Themen Entwicklung, Geburt und Tod stehen aktuell im Vordergrund, und Stille und Bewegung sind wiederkehrende Motive im MoverWitness. 


Der MoverWitness ist lern- und anwendbar in der Kunst, Tanz, Soziologie und anderen Künsten und Human- und Naturwissenschaften, wo das Beobachter und das “was sich bewegt” miteinander verbunden und abhängig von einander sind. Der MoverWitness ist eine interdisziplinäre Methode, und wirde von Eila Goldhahn aus der Disziplin der Authentischen Bewegung entwickelt.


Eila Goldhahn tanzt vor dem digitalen Auge in Rafael Lozano-Hemmers Installation bei der Venedig Bienale 2007. 

ENGLISH

Being seen digitally: here, now and everywhere is a web-based visualisation of analog art works, which emerged as part of a PhD research project  on movement and dance (Shared Habitats The MoverWitness Paradigm 2007) and continued in new art works and publications.

Movement, dance and observation are the starting points for the here presented sculptures, objects and installations. The themes of development, birth and death stand visibly in the foreground, with silence and movement as recurring topics in the MoverWitness. 


The MoverWitness is a method applicable  in art, dance, sociology and other arts, humanities and  sciences, where an observer and “that what moves” are interdependently connected. The MoverWitness is an interdisciplinary tool developed from the Discipline of Authentic Movement by Eila Goldhahn.


Eila Goldhahn dances in front of the digital eye in Rafael Lozano-Hemmers Installation bei der Venedig Bienale 2007. (Copyright with the artists) 

Chromosomen


Genetik und Genomik spiegeln individuelle und kollektive Erfahrungen und Einschreibungen über eine Lebensspanne sowie über evolutionäre Zeiträume. In der künstlerischen Formensprache bilden Chromosomen eine Analogie zum sich bewegenden, menschlichen Körper. Die Friese bilden generationsübergreifende, metaphorische Wegspuren für eine archeologische Vergangenheit, eine anthropozäne Gegenwart und eine noch unbekannte menschliche Zukunft.


Material: Eisennägel Wachs und Pigmente auf Holzbohlen Anatomiemuseum der Universität Erlangen
Kunstraum Weissenhohe Nürnberg
Botschaft des Landes Rheinland-Pfalz Brüssel
Haus am Dom Frankfurt

ENGLISH

Chromosome


Genetics und genomics mirror individual and collective experiences and inscriptions across life spans and  evolutionary times. In these art works chromosomes are visualised as an analogy to the moving body itself. As friezes they form generational, metaphoric pathways into an archeological past, an anthropocen present und a yet unknown human future.


Material: handmade iron nails, wax and pigment on floor boards Anatomical Museum  University Erlangen
Kunstraum Weissenhohe Nürnberg
Embassy Rhineland-Palatinate Bruxelles
Haus am Dom Frankfurt


Matricycle


Durch den körperlichen Kontakt mit Materialien enstehen Abdrücke von Bewegungen in Skulpturen. Diese Formen ähneln einem Echo: sie spiegeln die Begegnung von flüchtigen Ereignissen mit Materialien.

Sie deuten auch auf den Anfang von embryonalen Bewegungen an, nämlich die Formung und Faltung in frühen Entwicklungsstadien wie Blastula und Gastrula.              


Material: Stahldraht und Gaze
Dartington College of Arts UK
Kunsthalle Halle
Kunstverein Basis Frankfurt
Open Studios South Devon UK


Patententwicklung für die Wiederverwertung von Federkern in Designkntexten und Produkten mit freundlicher Unterstützung der University Plymouth UK

Eine Publikation über MATRICYCLE kann hier als PDF heruntergeladen werden. Realisiert mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz. 

ENGLISH

Matricycle


The haptic contact with materials leaves imprints  of physical movements in the emerging sculptures. These visible forms are like an echo of the movement: they mirror the fleeting performance with the  material. They also touch upon the beginnings of embryonic movement: form and folding of early developmental stages like blastula and gastrula.


Material: steel wire and gauze
Dartington College of Arts UK
Kunsthalle Halle
Kunstverein Basis Frankfurt
Open Studios South Devon UK


Patent development grant for the upcycling of pocket springs with support from the  University Plymouth UK
                                                                                          

                                                                    

FRAGIL


Auslöschung und die Angst vor dem Tod waren stets wichtige Aspekte kollektiven Erzählens, da das Überleben der Menschheit als Spezies von tief eingeschriebener, instinktiver Besorgnis ist. Gesellschaften und ihre kollektive Erfahrungen beinhalten unter anderem die Energie den Verlauf der menschlichen und planetaren Geschichte zu versuchen zu determinieren. Erfahrungen mit kollektiver Bewegung und Tanz und einem imaginären kollektivem Körper inspirierten diese Installationen mit Verpackungskisten. Die gegenwärtige Pandemie Krise verleiht den Installationen eine allzu realistische Relevanz.



Kollektive Konfigerationen mit Holzverpackungskisten
Material:    Fichte
Dartington Trust, UK
Delamore Arts, UK

ENGLISH

FRAGIL (original title: Unmarked Boxes)


Obliteration and the fear of death have always been important aspects of collective narratives, as the survival of the human species is a deeply inscribed, instinctual concern. Societies and their collective experiences contain an energy, whether mystical or scientific, to try to determine the course of the human and planetary history. Experiences of collective movement and dance and an imagined collective body inspired these installations with packing crates. In the face of the current pandemic crisis this work seems all too real.



Collektive configerations with wooden crates
Material:    Fichte
Dartington Trust, UK
Delamore Arts, UK